Richtlinien für die 5-Whys-Analyse
Schritt 1: Eine Problembeschreibung formulieren
5 Min
Frage dein Team (wenn du es nicht alleine machst), welches Problem du analysieren möchtest. Notiere die Antworten auf digitale Notizen.
Sei vorbereitet auf absichtliche und unabsichtliche Vorurteile in den Antworten, die ihr hier besprecht. Stelle sicher, dass der Raum nicht versucht, einer unangenehmen Wahrheit auszuweichen oder einen bequemen Konsens zu erreichen.
Wenn es kein eindeutiges Problem gibt, müsst ihr euch darauf einigen, welches Problem ihr bearbeiten wollt—was an sich schon ziemlich aufschlussreich sein kann! Sobald ihr euch einig seid, notiere die prägnante Problembeschreibung auf dem Board, indem du eine andere Farbe für Notizen oder Text verwendest.
Schritt 2: Grundlegende 5 Whys-Analyse
15 Min.
Stelle die Fragen: „Warum ist/sind/hat [deine Problembeschreibung]?“ Schreib deine Antwort(en) unter die Problembeschreibung. Diese werden zu deiner zweiten Problembeschreibung.
Frage erneut: „Warum ist/sind/hat [deine zweite Problembeschreibung]?“ Schreib diese Antworten unter die zweite Zeile.
Du verstehst das Prinzip. Mach so weiter, bis du fünfmal oder öfter „warum“ gefragt hast, auch wenn es sich unbequem oder albern anfühlt. Meist denken wir nicht gründlich genug über die Faktoren hinter Problemen nach, also dräng weiter, bis es sich so anfühlt, als ob du die Wurzel des Problems erreicht hast.
Schritt 3: Weiter die Ursache analysieren
10 Min.
Der Problemverständnisprozess ist nun soweit fortgeschritten, dass es an der Zeit ist, das Problem zu zerlegen.
Diskutiert zusammen als Team eure Argumentationskette. Wahrscheinlich habt ihr ein akutes Problem auf einen viel größeren Problemraum oder ein noch schwierigeres Problem zurückgeführt. Achtet genau auf die Untertöne in der Diskussion des Teams—stellt sicher, dass alle übereinstimmen, dass ihr das richtige Problem erfasst habt.