Diese Vorlage wurde gemeinsam von jungen Peer-Forschenden im Rahmen des Amplify-Projekts entwickelt und macht Stakeholder Mapping für junge Menschen zugänglich und wirklich nützlich. Sie wurde von Menschen mit direkter Erfahrung darin entworfen, nicht gehört zu werden, wenn es um Entscheidungen geht, die sie betreffen — deshalb trifft sie junge Menschen dort, wo sie sind, und nutzt Sprache und Aktivitäten, die für sie gemacht wurden, statt nur über sie zu sprechen.
Was es ist
Das Template führt Nutzer in drei Phasen durch das Stakeholder Mapping und startet mit einer dream holiday planning activity. Anstatt mit abstrakten Begriffen wie Macht und Einfluss zu beginnen, planen die Nutzer zuerst eine imaginäre Reise – und überlegen dabei, wer, was, wo, wann und wie. So wird die Logik des Stakeholder-Denkens greifbar und vertraut, bevor sie auf ein echtes Projekt angewendet wird.
Anschließend platzieren die Nutzer Stakeholder in den stakeholder rings (direct, indirect und wider) und übertragen sie dann in eine power-interest matrix, um strategisch über Einbindung nachzudenken. Ein abschließender Reflexionsschritt hilft den Nutzern, alles auf ihre eigene Arbeit zu übertragen.
Für wen
Dieses Template ist ideal für junge Menschen im Alter von 14–25 Jahren, die sich in Jugendbeteiligung, Peer Research, Community-Kampagnen oder partizipativen Aktionsprojekten engagieren — besonders für diejenigen, die neu im Stakeholder Mapping sind und einen zugänglichen Einstieg brauchen. Es ist außerdem ein starkes Moderationsinstrument für Jugendarbeiter und Fachkräfte, die Co-Production- oder soziale Aktionsprogramme durchführen.
Weil es von Peer Researchers co-produced wurde und diese eigene Erfahrungen mit Unterrepräsentation mitbringen, ist es besonders relevant für Projekte, die sich auf Gerechtigkeit und Inklusion konzentrieren.
Anleitung
Das Template der Reihe nach durcharbeiten. Mit der 5 W's dream holiday activity beginnen, um Stakeholder-Denken auf eine niedrigschwellige, kreative Weise einzuführen. Zu den stakeholder rings übergehen, um Verbindungen nach ihrem Einfluss einzuordnen. Anschließend die power-interest matrix nutzen, um Stakeholder strategisch zu positionieren. Abschließend fordert die transfer activity die Nutzer dazu auf, denselben Prozess auf ein reales Projekt anzuwenden, an dem sie arbeiten.
Am besten funktioniert das in kleinen Gruppen mit Moderation durch Peer-Researcher oder Jugendmoderatoren, die das Gespräch anleiten.