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Policy Blueprinting - Rahmen

Andy Marsden

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Das Policy Blueprinting Board ist als Rahmen konzipiert, um die Erstellung und Verfeinerung von politischen oder komplexen System-Blueprints zu erleichtern. Es dient als strukturierte Canvas, die zunächst kleine Teams anleitet, bevor verschiedenartige Stakeholder-Gruppen in den aufwendigen Prozess der politischen Entwicklung einbezogen werden, um sicherzustellen, dass alle relevanten Akteure und ihre Interaktionen innerhalb des Systems sorgfältig berücksichtigt werden. Diese Zusammenfassung skizziert die wichtigsten Komponenten und Schritte, die erforderlich sind, um das Board effektiv zu nutzen.

Systemziel oder Absicht der Richtlinie

Der erste Schritt im Prozess der Policy Blueprinting ist die klare Definition des Systemziels oder der Absicht der Richtlinie. Dabei geht es darum, zu formulieren, wie Erfolg aussehen würde, ohne bestimmten Akteuren die Schuld zuzuweisen. Anstatt beispielsweise zu sagen: „Fast-Food-Anbieter tragen zu einer gesunden Lebensmittelumgebung bei“, wäre ein neutraleres und konstruktiveres Ziel: „Eine Lebensmittelumgebung zu schaffen, die es Menschen ermöglicht, ein gesundes Gewicht zu halten.“ Dieser Ansatz hilft dabei, einen positiven und integrativen Ton für den Prozess der Richtlinienentwicklung zu setzen.

Identifizieren der betroffenen Akteure und ihrer Ziele

Als kleines Team ist der nächste Schritt, alle vom Policy betroffenen Akteure zu identifizieren und deren Ziele, Bedürfnisse, Verhaltensweisen und Kontexte zu verstehen. Diese Akteure können nach ähnlichen Ergebnissen oder Zielen gruppiert werden, wie etwa "Lebensmittelhändler", oder sie können einzelne Organisationen oder Personen wie "die FSA" sein. Das Board ermöglicht die Hinzufügung mehrerer Akteure nach Bedarf und sorgt so für eine umfassende Erfassung des Systems.

Mapping der Systemstufen

Als kleines Team wird die Richtlinie aus ihren Perspektiven über verschiedene Stufen des Systems hinweg abgebildet. Diese Stufen können als Unterziele oder Ergebnisse betrachtet werden und können sich entwickeln, während die Akteure betrachtet werden.

Durchführung von Gruppendiskussionen

Ein kritischer Aspekt des Blueprinting-Prozesses ist das Fördern von Diskussionen mit einer vielfältigen Gruppe von Stakeholdern, die an der Politik beteiligt oder von ihr betroffen sind. Das Board leitet die Gruppe durch das Policy-/System-Map von links nach rechts, wobei verschiedene Fragen und Einblicke berücksichtigt werden. Einige Bereiche der Politik sind möglicherweise gut entwickelt und schnell zugänglich, während neuartige oder aufkommende Bereiche eine intensivere Diskussion erfordern und bedeutende Einblicke bringen können.

Mögliche Änderungen annotieren

Das Board fungiert als Werkzeug, um eine versammelte Gruppe dazu zu bringen, mögliche Änderungen der Politik oder des künftigen Zustands direkt auf der Map zu annotieren. Dieser kollaborative Ansatz stellt sicher, dass alle Einblicke und Vorschläge erfasst werden und während des Verfeinerungsprozesses der Politik überprüft werden können.

Überlegungen hinter den Kulissen

Das Board fordert Nutzer auf, zu bedenken, was hinter den Kulissen geschieht, um die Politik erfolgreich zu machen. Dazu gehört die Identifizierung notwendiger Ziele oder Anreize, mögliche regulatorische Änderungen, erforderliche Ressourcen und die Organisationen, die für die Bereitstellung dieser Ressourcen verantwortlich sind. Es ermutigt die Nutzer auch, über Unsicherheiten und Annahmen, Interventionsmöglichkeiten und Möglichkeiten zur Ergebnisverbesserung nachzudenken.

Risiken identifizieren und unerwünschte Folgen mindern

Ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses ist die Identifizierung der wichtigsten Risiken und potenziellen unerwünschten Folgen der Politik. Das Board bietet Raum, um zu erörtern, wie diese Risiken gemindert und wie unerwünschte Folgen vermieden werden können. Dieser proaktive Ansatz hilft dabei, eine widerstandsfähigere und effektivere Politik zu schaffen.

Leverage-Punkte berücksichtigen

Hebelstellen sind Bereiche innerhalb der Richtlinie oder des Systems, an denen eine kleine Änderung eine signifikant positive Wirkung erzielen kann. Das Board ermutigt die Nutzer, diese Punkte hervorzuheben und zu überlegen, wie sie genutzt werden können, um die Richtlinie zu verstärken. Dies umfasst die Änderung von Parametern, Interaktionen, Strukturen und Überzeugungen innerhalb des Systems, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

Biases und konkurrierende Verhaltensweisen adressieren

Das Board ergänzt auch Überlegungen, wie das Verhalten von Nutzergruppen mit dem gewünschten Richtlinienergebnis interagiert und ob irgendein Bias adressiert werden muss. Es fordert die Nutzer auf, potenzielle Spannungen zwischen Richtlinienergebnissen und individuellen Verhaltensweisen sowie kognitive Verzerrungen zu identifizieren, die die Richtlinie beeinflussen könnten. Die Behebung dieser Biases ist entscheidend, um eine faire und effektive Richtlinie zu erstellen.

Andy Marsden

Design Lead @ Nesta

Design lead at Nesta - applying design methods to help decarbonise homes in the UK.


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