Supply Chain-Diagramm: Kritische Rohstoffe
Verfolge ein kritisches Rohmaterial von der Gewinnung bis zur Rückgewinnung, identifiziere Risiken und Abhängigkeiten entlang des gesamten Lebenszyklus und finde praktische Möglichkeiten, die Abhängigkeit von Primärmaterialien zu verringern.
Zweck der Vorlage
Kritische Rohstoffe stehen im Zentrum vieler Produkte und sauberer Technologien, doch ihre Lieferketten können Umweltbelastungen, Menschenrechtsrisiken, Versorgungskonzentration, energieintensive Verarbeitung und eine schwierige Rückgewinnung am Ende des Lebenszyklus mit sich bringen.
Dieses Template hilft Teams dabei, ein Material — zum Beispiel Lithium, Kobalt, Aluminium, Graphit, Nickel oder Seltene Erden — über den gesamten Lebenszyklus abzubilden. Es unterstützt widerstandsfähigere, verantwortungsvollere und kreislauforientierte Entscheidungen in den Bereichen Beschaffung, Produktdesign, Nutzung, Sammlung und Recycling.
Was enthalten ist
Das Template umfasst sechs miteinander verbundene Phasen:
Inputs & Abbau
Verarbeitung & Raffination
Materialproduktion
Fertigung & Produktdesign
Nutzung & Marktnachfrage
Sammlung, Rückgewinnung & Recycling
Jede Stufe enthält Leitfragen und vorausgefüllte Beispiele wichtiger Risiken und Chancen – von Rezyklatanteil und Bergbauauswirkungen über Rückverfolgbarkeit, Reparatur, Rücknahme und geschlossene Kreislaufsysteme bis hin zu Vorschriften und Branchenführerschaft.
Die letzte Stufe führt zurück zur ersten: Rückgewonnene Materialien können wieder als zirkuläre Einsatzstoffe in neue Produkte eingehen.
Anleitung
Beginne damit, das Business-Profil und das Material-Profil auszufüllen. Wähle ein Material und einen Haupt-Use Case, bevor du ein weiteres Material abbildest.
Arbeite von Stufe 1 bis Stufe 6. Füge Notizen mit Erkenntnissen, Belegen, Lieferanten, Ländern, offenen Fragen, Annahmen, Risiken und Chancen hinzu. Verwende grüne Marker für Chancen oder Maßnahmen, die untersucht werden sollen, und orange Marker für Risiken, Lücken, Abhängigkeiten oder Anforderungen.
Schließt mit einer gemeinsamen Durchsicht der gesamten Kette ab. Priorisiert die wichtigsten Risiken, stimmt die erfolgversprechendsten Möglichkeiten zur Reduzierung des Einsatzes von Primärrohstoffen ab, ermittelt noch benötigte Nachweise und weist Maßnahmen, Eigentümer und Überprüfungsdaten zu.
Vorschlag für einen Workshop
Führt dies als 90–120-minütigen bereichsübergreifenden Workshop durch.
Wählt vor der Sitzung ein Material aus und sammelt alle verfügbaren Informationen zu Beschaffung, Lieferanten, Produkt, Recyclinganteil, rechtlichen Vorgaben und End-of-Life.
Beginnt damit, den Umfang festzulegen und die beiden Profile auszufüllen. Verbringt dann etwa 10–15 Minuten pro Stufe der Lieferkette und nutzt die Hinweise, um Nachweise, Unsicherheiten, Risiken und Chancen für mehr Zirkularität zu erfassen. Markiert die wichtigsten Merkzettel laufend als grün oder orange.
Nutzt die letzten 15–20 Minuten, um Prioritäten zu vereinbaren: die bedeutendsten Versorgungs-, Umwelt-, Sozial-, regulatorischen und Zirkularitätsrisiken; die vielversprechendsten Maßnahmen; und die Schritte, die das Unternehmen ergreifen, unterstützen oder anführen wird.
Für wen
Verwende dieses Template mit den Teams für Nachhaltigkeit, Einkauf, Produktdesign, Engineering, Betrieb, Lieferkette, Compliance, Recht, Finanzen und Führung. Es eignet sich auch für Gespräche mit Lieferanten, Materialstrategie-Workshops, Projekte für zirkuläres Design und Due-Diligence-Prüfungen.
Ein Ausgangspunkt, keine vollständige Liste
Das Template ist bewusst mit Vorschlägen, Beispielrisiken und möglichen Chancen vorausgefüllt, um den Einstieg zu erleichtern. Diese sind Anregungen – keine festen Antworten oder eine vollständige Checkliste. Ändere, entferne, füge hinzu oder passe jedes Element an, damit es dein Material, Produkt, die Region, Lieferanten und geschäftliche Prioritäten widerspiegelt.
Was du mitnimmst
Eine gemeinsame Map der Lieferkette des Materials, die wichtigsten Risiken und Abhängigkeiten, Chancen für Zirkularität, relevante Vorschriften und Standards, Nachweislücken und ein praxisnahes Maßnahmenpaket, um Auswirkungen zu reduzieren und ein widerstandsfähigeres Materialsystem aufzubauen.