
Warum nutzen?
Entwirf eine nutzerzentrierte Analytics-/KI-Lösung für einen konkreten Use Case.
Wann anwenden?
Wenn du bereits eine Idee für einen Analytics/AI Use Case oder eine App hast, hilft dir dieses Canvas dabei, die Ziel-Nutzer der App zu identifizieren, ihre (Informations-)Bedürfnisse zu verstehen, eine Lösung aus Nutzerperspektive zu entwerfen und zu prüfen, ob die Lösung ihre Pains und Gains effektiv adressiert (Problem-Solution-Fit).
Wie benutzt du es?
I. Vorbereitung
① Fülle die Kopf- und Fußzeile aus:
a) Füge in die Canvas-Kopfzeile das Label Focus on ein – mit einer weißen Notiz, auf der der Name des Use Case bzw. der App-Idee steht.
b) Füge der Fußzeile eine Legende hinzu, indem du Notizen in den entsprechenden Farben verwendest:
Grüne Notizen: „Gain“
Rote Notizen: „Pain“
Blaue Notizen: „Nutzer / Lösungselement“
Weiße Notizen: „Kritische Annahme oder offene Frage“
II. Analyse der Nutzerbedürfnisse
② Nutzer (& Situation): Brainstormt mögliche Nutzer (oder genauer: Nutzerrollen) dieses Use Case / dieser App und notiert die Nutzernamen (z. B. Rolle, Berufsbezeichnung, Position usw.) auf blauen Notizen. Diskutiert und/oder stimmt über die Vorschläge ab: Wer trägt am meisten zur Erreichung des Workshop-Ziels bei, indem er die App nutzt? Wenn es mehrere plausible Nutzer gibt, entscheidet euch für einen und behandelt die anderen später. Alternativ teilt euch in Gruppen auf und arbeitet jeweils an einem Use Case. Wenn die App nur für den Nutzer in einer bestimmten Situation sinnvoll ist, ergänzt diese Information auf der blauen Notiz und konzentriert euch anschließend auf den Nutzer in dieser Situation.
Referenzen:
A: Prüfe die Endnutzer, Budgetverantwortliche & Entscheidungsträger Box des Business Model / CaseCanvas auf potenzielle Nutzer.
B: Nutze das Stakeholder AnalysisCanvas, um die Stakeholder zu analysieren und Nutzer zu identifizieren.
C: Wende das Priority Matrix Canvas mit den Dimensionen Anzahl der Nutzer und Nutzen für die Nutzer an, um verschiedene Nutzergruppen zu vergleichen und zu priorisieren.
③ Ziele & Ergebnisse: Liste die Ziele des Nutzers und die (Schlüssel-)Ergebnisse (für diese Situation) als blaue Notizen auf. Verbinde sie nach Möglichkeit mit Pfeilen, um zu zeigen, welche Ergebnisse zu welchen Zielen beitragen. Das Ergebnis ähnelt einem (Wert-/KPI-)Treiberbaum.
Tipp: Prüfe, ob der Nutzer ein zugehöriges OKR Set, ein KPI Dictionary oder eine Balanced Scorecard hat.
④ Entscheidungen & Aktionen: Überlege, welche Entscheidungen der Nutzer treffen kann und welche Aktionen er durchführen sollte, um die Ziele und Ergebnisse zu erreichen. Füge für jede Entscheidung/Aktion eine blaue Notiz hinzu. Verbinde Entscheidungen und Aktionen mit Pfeilen, um den Workflow des Nutzers zu skizzieren. Füge außerdem Pfeile von den Aktionen zu den Ergebnissen und von den Ergebnissen zurück zu den Aktionen hinzu (d. h. schließe die Feedback-Schleife).
Tipp: Suche nach Prozessflussdiagrammen, beachte aber, dass diese veraltet, unvollständig oder fehlerhaft sein können.
Referenzen:
D: Skizziere einen (Wert-)Treiberbaum mit dem Cause and Effect-Canvas, um Ziele & Ergebnisse zu identifizieren.
F: Visualisiere und analysiere einen konkreten Nutzer-Workflow oder Geschäftsprozess mit dem Value Chain-Canvas.
G:Suche nach Aktivitäten , die mit dem Nutzer in Zusammenhang stehen, im Business Model / Case-Canvas.
⑤a) Nutzen & b) Probleme: Versetze dich in die Perspektive des Nutzers und überlege, welche Probleme der Nutzer haben könnte oder welchen Nutzen er sich wünschen würde. Füge rote oder grüne Notizen neben die blaue Notiz (Entscheidung, Aktion, Ergebnis oder Ziel) hinzu, die mit dem jeweiligen Problem oder Nutzen verknüpft ist. Vermeide es, Probleme als Nutzen zu formulieren, indem du sie verneinst, und umgekehrt.
Tipp: Besonders bei Problemen frage fünfmal „Warum?“, um das Problem gründlich zu verstehen. Was ist die Ursache des Problems? Was ist die Folge des Problems?
Tipp: Wenn es zu viele grüne und rote Notizen gibt, konzentriere dich auf die kritischen Probleme und Nutzen und verschiebe die übrigen Notizen in die Aussortiert-Felder am rechten Rand. Optional kannst du eine Abstimmung durchführen, um die Auswirkung jedes Problems und Nutzens einzuschätzen.
Referenzen:
H: Um die 5 Whys-Methode anzuwenden, kannst du das Cause and Effect-Canvas verwenden.
I: Verwende das Priority Matrix-Canvas mit den Dimensionen Auswirkung und Wahrscheinlichkeit, um die Kritikalität der Pains abzuschätzen.
III. Lösungsentwurf
⑥ Lösungen: Überlege in der ersten Iteration verschiedene Lösungsvarianten und notiere sie auf blauen Notizen. Das können alternative Lösungen oder unterschiedliche Versionen und Erweiterungen einer Lösung sein. Wähle eine Variante, auf die du dich konzentrierst, entweder per Abstimmung oder durch die Entscheidung einer verantwortlichen Person, und verschiebe die anderen in den Bereich Sorted out am rechten Rand des Canvas.
In der zweiten Iteration konkretisiere deine gewählte Lösungsvariante, indem du neue blaue Notizen hinzufügst, um Folgendes zu spezifizieren:
a) Information: Metriken, KPIs, Fakten usw. Prüfe die Gains & Pains auf Informationsbedürfnisse: Welche Informationen braucht der Nutzer?
b) Funktionen: Schaltflächen, Visualisierungen, Warnungen, Auslöser usw. Prüfe das Decisions & Actions-Feld: Was soll mit den Informationen geschehen und welche Aktionen sollten daraus folgen?
Tipp: Fordere die Nutzer auf, die gewünschte UI als Wireframes zu skizzieren, z. B. auf einem Whiteboard oder Flipchart.
IV. Problem-Solution-Fit-Check
⑦ Nutzen: Für jede Information und Funktion leite den konkreten Nutzen für den Nutzer ab und notiere ihn auf einer blauen Notiz. Verbinde jede Information oder Funktion per Pfeil mit dem jeweiligen Nutzen.
Tipp: Verwende Click-Dummies und Mockups, um die Nutzerakzeptanz mit echten Nutzern zu testen.
⑧ Prüfen: Prüfe jeden Nutzen anhand des jeweils rechts notierten Gain & Pain, Ziel & Ergebnis oder Entscheidung & Aktion. Der Nutzen sollte diesen Gain erzeugen, diesen Pain lösen, dieses Ergebnis liefern, dieses Ziel erreichen, diese Entscheidung erleichtern oder diese Aktion unterstützen. Bestätige diese Verbindungen, indem du sowohl den Nutzen als auch den Gain & Pain, das Ziel & Ergebnis oder die Entscheidung & Aktion mit einem Häkchen (✔️) versiehst.
Sobald du fertig bist, entferne alle Nutzen ohne Häkchen (✔️) sowie alle Informationen und Funktionen ohne Nutzen, um ein „Minimum Desired Product“ zu entwerfen. Stelle sicher, dass dieses Produkt die Mehrheit der kritischen Gains und Pains abdeckt. Wenn das nicht der Fall ist, überdenke und teste eine alternative Lösung aus dem Sorted out-Bereich.
Tipp: Kopien des Canvas erstellen, um eine alternative Lösung aus dem Sorted out-Bereich zu prüfen und zu testen.
VI. Nächste Schritte
Wenn du eine passende Lösung gefunden hast, kopiere alle Notizen mit Informationen in das Feld Data Product(s) auf dem Data Monetization-Canvas. Setze die Farbe auf grün, wenn die Information bereits verfügbar ist, rot, wenn sie fehlt, und gelb, wenn daran gerade gearbeitet wird.
Referenz:
J : Verwende das Value Curve-Canvas, um deine Lösung mit bestehenden zu vergleichen und herauszufinden, was dein Produkt von denen deiner Wettbewerber unterscheidet.
Wo findest du mehr?
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Martin Szugat
Data & AI Business Catalyst @ Datentreiber
To help companies to transform into data-driven, AI-powered businesses and innovate data & AI products, I've invented the Data & AI Business Design Method and our company Datentreiber open sourced the Data & AI Business Design Kit. I'm a Miro MVP and a Miro Solution Partner.
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